Der Titel des Videos vom HR vom Januar 2018 führt einen leider ein wenig auf die falsche Fährte. Kassel ist kein „Skater-Olympiastützpunkt“, bis es sowas mal in Deutschland geben wird wird noch sehr viel Wasser die Fulle runterfließen. Wie man in Kassel zu sagen pflegt…

Nichts desto trotz ist Kassel 2018 von der deutschen Skateboardkommission zum „Regionalstützpunkt Skateboard Westdeutschland“ ernannt worden und dank Wiederwahl tragen wir diesen Titel mindestens auch im Jahr 2019 noch.

Was ist ein Regionalstützpunkt Skateboard nun konkret?

Die Skateboardkommission sagt dazu auf ihrer Homepage folgendes:

In Verbindung mit der finanziellen Unterstützung des Skateboard-Teams Deutschland für Tokyo 2020 haben wir vom DOSB auch Unterstützung erhalten, um an insgesamt 5 Standorten in Deutschland Nachwuchs- und Talentförderung zu betreiben. Deshalb haben wir  in jeder unserer fünf Regionen eine  Stadt gesucht, die über eine indoor Skatehalle verfügt, aber auch weitere outdoor-locations aufweisen kann.

An diesen Standorten kann dann eine erfahrene Person als Regionaltrainer für 10 Stunden in der Woche beschäftigt werden und sich schwerpunktmäßig um folgende Aufgaben kümmern:

  • Ansprechpartner für Vereine, Kommunikation mit den Vereinen in der Region
  • Unterstützung der Vereine in der Region bei der Nachwuchsgewinnung.
  • Organisation und Durchführung von z.B. Jam-Sessions (ggf. als Contest) für Nachwuchsskater/innen bis 16 Jahre zur Auswahl für das Regionalteam und das Nationalteam
  • Besuch von Contests in der Region zur Auswahl von Nachwuchsskatern/innen
  • Aufbau eines Regionalteams Skateboard (Altersbereich 8 bis 16 Jahre) mit klarer Perspektive und Zielstellung eventuell ins Nationalteam zu kommen
  • Die Förderung von Mädchen ist ausdrücklich auch Gegenstand der Aufgaben
  • Organisation, Anleitung und Durchführung von wöchentlichem Tagestraining (gemeinsame Skatesessions im Beisein des Regionaltrainers und skatespezifisches Konditionstraining) an den Stützpunkten in der Region für die Mitglieder des Regionalteams und die zugeordneten Mitglieder des Nationalteams nach den inhaltlichen Vorgaben der Bundestrainer
  • Mitarbeit beim Aufbau einer regionalen Wettkampfserie und regionaler Meisterschaften

Soweit alles klar?

Weitere Infos zu der Bundesländer-Aufteilung und zur allgemeinen Materie findet ihr auf der homepage der Kommission https://skateboarddeutschland.de/

Was bedeutet das für Kassel?

Nun ja, ganz konkret haben wir hier nun einen von der Skateboardkommission Deutschland bezahlten Regionalrainer der sich um den lokalen sowie den überregionalen Nachwuchs (aus Nordrheinwestfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und eben Hessen) kümmert und selbigen tatkräftig nach Möglichkeiten fördert.

Hier könnt ihr euch Eric sein erstes Interview zur Thematik durchlesen:

https://www.hna.de/kassel/rothenditmold-ort131614/skatenboarden-in-kesselschmiede-fuer-olympia-wird-auch-in-kassel-trainiert-9644488.html

Kontakt: eric@mister-wilson.de

Theoretisch haben wir mit dem Titel außerdem unzählige Möglichkeiten auf Unterstützung, Sponsoring und Förderung (z.B.: energetische Hallensanierung durch lokale/deutschlandweite Sportförderung, Erweiterung der lokalen / hessenweiten Skateboardinfrastruktur etc pp) und könnten so eine langfristige Perspektive für den zweit ältesten Skateboardverein Deutschlands schaffen.

Klingt super? – Ist es auch. Aber…

Das Problem in der Praxis liegt nur leider darin,  dass unser Vermieter uns keinen langfristigen Mietvertrag gibt und somit alle Fördermöglichkeiten, eine mögliche Expansion auf dem Gelände und auch sonst eigentlich alle denkbaren Wege (…) versperrt sind, die so ein Titel einer Institution eigentlich ermöglicht. Die Mr.Wilson Skatehalle / Kesselschmiede ist im Grunde DIE Vorzeige Skatehalle in der Mitte Deutschlands (insbesondere auch da die Kesselschmiede weit mehr als bloss eine reine Skateboardhalle darstellt) und könnte für Kassel, mindestens aber auch für ganz Hessen neue Standarts setzen und damit dem gesamten Bundesland die Möglichkeit geben bei einer jungen olympischen Sportart von Anfang an vorn mit dabei zu sein.

All dieses weiß auch „die Stadt“, selbige hält sich jedoch leider immer noch sehr stark zurück (…) beim Eigentümer entsprechend Druck zu machen um die Vertragsverhandlungen endlich mal zum Abschluss zu bringen. Sie würde ja gern, kann aber nicht…so richtig glauben wir das ehrlich gesagt nicht. Aber das ist eine andere Geschichte die wahrscheinlich bald erzählt werden wird/muss…

So long – skate on.

 

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